Digitale Geschäftsmodelle
Was sind digitale Geschäftsmodelle, welche gibt es und warum ist das heute wichtig zu wissen?
Vom klassischen Geschäft zum digitalen Modell
Eine Website reicht heute nicht mehr. Digitale Services, hybride ANgebote und Plattformlogik entscheiden mit darüber, wie Unternehmen Kunden gewinnen, binden und neuen Wert schaffen.
8 Fragen an Roger
1. Weshalb brauchen wir digitale Geschäftsmodelle?
Die Zeiten wo eine Website nur für sich funktioniert hat, sind vorbei. Heute müssen wir uns gesamtheitlich Gedanken machen, wie unsere Webseiten, Apps und andere Instanzen dienen können, an Kunden bestehende und neue zu kommen und wie wir diese mit digitalen Services ans Unternehmen binden können.
2. Welches ist der Nutzen oder der Vorteil für den Betreiber und den Kunden mit diesem Geschäftsmodell?
Es ist skalierbar und kann auf praktisch Null-Grenzkosten heruntergeschraubt werden.
3. Bis vor kurzem wurden Produkte in Fachgeschäften vor Ort verkauft. Die Distribution im Internet ist mit Mehraufwand verbunden. Welches sind die Herausforderungen in diesem Paradigmenwechsel?
Es gibt viele Chancen für hybride Modelle, sofern man versteht, der Kunde ist längst hybrid.
4. Was muss ich vor dem Start eines Online-Geschäftes berücksichtigen?
Man sollte den Kunden sehr gut kennen und verstehen anhand des Value Proposition Canvas: wie kann ich digital noch mehr Wert liefern und gleichzeitig den Kunden an mein Business binden aber ohne, dass ich persönlich oder physisch involviert bin.
5. Was ist ein Long Tail Modell?
Damit kann ich mich auf mehrere Produkte konzentrieren statt wenige Blockbuster. Dem entgegen ist das Long Tail-Modell. Anstatt sich auf das eine Blockbuster-Produkt zu fokussieren heißt hier die Devise: „geringe Verkaufszahlen von Einzelprodukten werden von unserer riesigen Produktpalette kompensiert“.
6. Nennen Sie bitte ein Erfolgsgeschichte für ein solches Geschäftsmodell
Die zwei derzeit erfolgreichsten Geschäftsmodelle sind sicherlich Peloton im Fitnessbereich und Patreon im Erwachsenenbereich. Beide Firmen haben es geschafft, aus der Not eine Tugend zu machen und verzeichnen ein sehr grosses Wachstum. Bei Peloton kauft man das Gerät, ein Trainingsbike und schliesst dann ein Abomodell ab um an Live oder aufgezeichneten Klassen teilzunehmen. Auf Patreon kann man ein Profil anlegen und je nach dem seinen Podcast, seine Musik oder seine Kunst sponsern lssen (so genannte Supporter zahlen monatliche Beiträge). Damit wird die Content Erstellung mehr und mehr demokratisiert. Die Fans entscheiden ob sie diese bezahlen oder nicht.
7. Welche Branchen profitieren besonders davon?
Derzeit sind es Branchen im Bau und Industrie – einerseits weil diese gut und breit aufgestellt sind, aber auch, weil dort je länger je mehr der Zwischenhändler und Vermittler ausgeschaltet wird. Ein sehr grosses Potential. Weniger gut aufgestellt sind Branchen wie Restaurants, Hotellerie und Events – wohl wegen tieferer Margen, auch wenn AirBnB dieses Jahr mit virtuellen Events eine Brücke schlagen konnte aber trotzdem einige Mitarbeiter abbauen musste.
8. In welche Richtung zielt die weitere Entwicklung von Internet-basierten Modelle?
Es geht immer mehr ins hybride Modell und in zeit- und ortsunabhängige Modelle welche mehr und mehr „on demand“ und „plattformbasiert“ sind. Auch die demokratisierung der Daten scheint im Kommen zu sein, in Deutschland gibt es dazu bereits Genossenschafftliche Modelle, bei denen man mit den eigenen Daten arbeiten kann und dafür entschädigt wird – die Zukunft wird zeigen, wie stark analog und digital verschmelzen. Wenn ich aber jetzt schon sehe, wie Uhren immer intelligenter werden und wie sehr wir nicht mehr von online oder offline unterscheiden, wird es wohl schneller gehen als uns lieb ist.
Wie kann ich ein digitales Geschäftsmodell entwickeln?
In einem moderierten Workshop lernen Teilnehmende; Chancen, Möglichkeiten und Risiken für ihr Geschäft richtig einzuschätzen und daraus konkrete Ideen abzuleiten
Erfassen
Wo ist Ihr Unternehmen betroffen?
Verstehen
Welche Muster und Komponenten wirken?
Ideen entwickeln
Welche Services schaffen echten Kundennutzen?
Die Seminarinhalte auf einen Blick
Zeitliche Entwicklung und wo die Reise hingeht (Web 3.0, Web 4.0, Web 5.0)
Aktuelle und aktive Beispiele aus der Schweiz und dem nahen Ausland
Welche Komponenten bestimmen ein Digitales Geschäftsmodell
Entwicklung eigener Geschäftsmodelle durch Erkennen und Nutzen von Grundmustern digitaler Geschäftsmodelle
Kennen der Rahmenbedingungen für Geschäftsmodelle der Zukunft
Anwenden von Kriterien zur Bewertung der Erfolgsaussichten digitaler Geschäftsmodelle
Erarbeiten der Value Proposition von digitalen Geschäftsmodellen
Was muss ich wissen zum Thema Verwendung, Datenschutz und Einsatz
Individuelles Business Model Canvas und Bewertungsanalyse der Erfolgskriterien für Sie erstellen
Ausblick und Austausch
Für wen die Seite arbeiten soll
Ihr Nutzen
Sie verstehen das Internet der Dinge und was es dazu braucht
Sie können anhand von aktuellen Beispielen lernen wie Sie IoT nutzen können
Zielgruppe
Selbständige, KMU, Verwaltungsräte, Geschäftsinhaber, Geschäftsführerinnen Business Developer, Strategie-Berater und Geschäftsleitungsmitglieder mit Strategie-Verantwortung, die ihr bestehendes Business-Modell auf den digitalen Prüfstand stellen
Arbeitsweise
kurze theoretische Inputs
Vermittlung von Beispielen und Praxiswissen
Sehr interaktiv und erfordert von den Teilnehmenden eine hohe Eigenleistung‘