Was haben die Digitale Transformation und die digitalen Geschäftsmodelle der Zukunft gemeinsam?

Oft versuchen KMU bestehende Geschäftsmodelle digital anzupassen, anstatt im neuen Kundennutzen und Kundenverhalten zu denken. Besonders beliebt dann, die Digitalisierung auf Software oder Geräte, welche Kunden verwenden, zu reduzieren.

Nur. Wer ein zukunftsorientiertes, digital angereichertes Businessmodell entwickeln möchte, richtet sich konsequent nach den Bedürfnissen seiner bestehenden sowie neuen Kunden aus und lässt Prozesse und Infrastruktur nachfolgen.

Alles startet mit der Befähigung der Menschen, welche wiederum Mehrwert für andere Menschen schaffen.

Immer nach dem Motto, den Mehrwert für den Menschen sowie das eigene Mindset an die erste Stelle zu setzen. Die Prozesse und Systeme kommen am Schluss.

Im Wandel der Geschäftsmodelle

Digitale Geschäftsmodelle bieten digitale Leistungen, wie etwa Video-on-Demand (z.B. Netflix) oder das immer stärker wachsende Online-Gaming an. Dabei haben diese Beispiele ganze Branchen grundlegend verändert.

Für Unternehmen gibt es drei wichtige Ansätze, um digitales Business zu verstehen. Einen digital erkennbaren Mehrwert zu schaffen, bedeutet auch die digitale Transaktion auf einer autarken Plattform zu tätigen: skalierbar, multiplizierbar.

Ein digitales Geschäftsmodell zu entwickeln, bedeutet, die Kernkomponenten zu analysieren. Am Kunden entlang werden diese aufgebaut und ausgebaut mit dem Ziel, nicht nur Prozesse zu digitalisieren, sondern in jedem Schritt einen Mehrwert nahe am Kunden zu entwickeln. Produkte und Dienstleistungen sind integriert in die Leistungen. Das kann etwa die komplette Abwicklung von Lagerbestückungen, aber auch Ferienbuchungen mit Zutrittslösungen auf dem Handy, das Ticket bis zum Schlüssel, den Spa-Aufenthalten oder dem Chauffeur-Service zum Flughafen sein. Der Mehrwert und das Bedürfnis unterliegen der Plattform, die im Hintergrund, verschiedene Funktionen möglich macht.

Digitale Transformation bedeutet…

Mehrwerte schaffen indem wir nicht nur Prozesse und Abläufe digitalisieren, sondern die Komponenten Mensch – Technik – Resultat kombinieren und mehrere Probleme lösenIdealerweise automatisiert und ohne menschliche Einflüsse wo wir sowieso keinen Mehrwert generieren.

Wie macht man das konkret?

  1. Schritt: Such Dir ein Problem das Du für jemanden lösen kannst
  2. Schritt: Mach das Business Persönlich
  3. Schritt: Such Dir eine digitale Plattform
  4. Schritt: Sei Dir bewusst, dass Kunden erst dann entstehen, wenn Du Interessenten (Leads) hast
  5. Schritt: Hab ein Messkonzept und miss das richtige und wichtige
  6. Schritt: Halte deinen Kunden, belohne sie, baue sie aus
  7. Schritt: Nimm dich aus der Gleichung heraus und automatisiere weiter
  8. Schritt: Miss deine Zeit und schärfe deinen Fokus

Eine Digitale Strategie ist die Anwendung von digitalen Technologien in Geschäftsmodellen, um neue differenzierende Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. In Zukunft muss jede Unternehmensstrategie jedoch eine integrierte, digitale Strategie sein und nicht nur eine “digitale Strategie”.

Eine integrierte digitale Strategie will die Geschäftsleistung auf Basis von Technologien, Prozessen (Abläufen) und unter Einbezug der Menschen langfristig verbessern.

Welche digitalen Geschäftsmodelle jetzt genutzt werden sollen

Geht es um die Akquirierung neuer Kunden und die Steigerung der eigenen Umsätze, kommen Unternehmen um die Umsetzung neuer digitaler Geschäftsmodelle nicht herum. Bei den digitalen Geschäftsmodellen spielt der Nutzen eine entscheidende Rolle für den Erfolg.

Immer geht es darum, mit den neuen Technologien den grösstmöglichen Mehrwert für den Kunden zu schaffen und damit den maximalen Umsatz für das eigene Unternehmen zu erzielen. Dazu ist die Zielgruppe und deren Bedürfnisse zu definieren.

Digitale Transformation scheitert unter anderem am wahrgenommenen Mehrwert: für Kunden und Mitarbeitende.

Digitale Plattformen

Die Prognosen zeigen auf, dass die Zukunft der Wirtschaft sich vermehrt in digital vernetzten Ökosystemen abspielt. Digitale Plattformen werden zum populären Geschäftsmodell sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen. Plattformen sind Online-Marktplätze, auf denen Angebot und Nachfrage optimal zusammengebracht werden. Dazu zählen komplette Produkt-Service-Angebote. Durch die richtigen Partnerschaften mit anderen Anbietern und digitalen Plattformen können Unternehmen diesen Ansprüchen gerecht werden. Ein Beispiel nennt Roger Basler mit der Plattform Patreon. Patreon ist eine sogenannte Crowdfunding-Plattform. Crowdfunding bedeutet soviel wie Massen-Finanzierung. Der Gedanke ist, dass zahlreiche Nutzer eines Produkts alles zusammen in einen Topf werfen, um das Produkt zu ermöglichen.

Membership Modell

Dieses Geschäftsmodell gründet auf einem bezahlten Abonnement: Durch Zahlung eines fixen (monatlichen) Betrags erhält der Nutzer bzw. Abonnent ein vorab definiertes Angebot. Mit diesem Geschäftsmodell wird auf einfache Art eine langfristige Bindung zum Kunden aufgebaut und ein incoming Cashflow generiert. Dieses bietet Unternehmen planbare, lineare Umsätze, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Der Betreiber verkauft nicht nur einzelne Produkteinheiten, sondern er muss die Beziehung zwischen Anbieter und Abonnent monetarisieren. Erfolg bedeutet nicht nur Abonnenten zu gewinnen, sondern auch, die Abwanderungsrate zu senken. Zur Abo-Strategie zählt, dass Preise und Pakete nicht nur Vorteile bringen, sondern auch auf das Kundenerlebnis abgestimmt ist.

On-Demand-Model

Der Nutzer zahlt nur für die Leistung, die er tatsächlich erhält. On-Demand-Services sind für viele Verbraucher attraktiv. Der Kunde ist flexibel in der Nutzung, unabhängig vom Service-Anbieter und muss keinen fixen Monats- oder Jahresbeitrag zahlen. Für Unternehmen sind Umsätze schwieriger kalkulierbar als beim Abo-Modell, da der Umsatz stark von der Nachfrage abhängt, dafür entstehen keine Lagerkosten.

Peer-to-peer

Ein bekanntes Beispiel für ein digitale Geschäftsmodell ist die Plattform ebay: Hier können Nutzer ein Produkt oder eine Dienstleistung zu einem selbst ausgewählten Preis anbieten. Interessenten können den Anbieter direkt für Fragen oder für das Erwerben kontaktieren. Auch airbnb ist eine Peer-to-Peer-Plattform: Das Unternehmen besitzt keine eigenen Zimmer. Stattdessen bieten Privatpersonen ihre verfügbaren Zimmer oder Ferienwohnungen auf der Plattform an. Der Suchende tritt bei einer Buchung direkt mit dem Privatanbieter in Kontakt – airbnb greift nur im Falle eines Problems ein. Die grössten Online-Dienste sind heute kostenlos. Trotzdem erzielen die Internet-Riesen hohe Umsätze.

Digitale Geschäftsmodellen ermöglichen es Unternehmen, auf Marktveränderungen und die sich wandelnden Kundenbedürfnisse und -erwartungen zu reagieren. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sehen sich zunehmend mit neuen Wettbewerbern und agilen Startups konfrontiert, die den heutigen Markt (digital) bestimmen. Um den Anschluss nicht zu verlieren, müssen etablierte Unternehmen die neuen Marktbedingungen als Chance verstehen und eine zentrale Rolle im digital vernetzten Ökosystem einnehmen

Unternehmen sollten sich zum Ziel setzen, Kundenbeziehungen zu pflegen und aufzubauen. Digitale Transformation beginnt bei den Menschen und nicht bei der Technologie.

Auf die Marktveränderungen und zukünftigen Trends einzugehen, bedeutet auch, Wachstumspotenziale des Kunden zu erkennen.

Damit ein digitales Geschäftsmodell langfristig in einem digital vernetzten System erfolgreich ist, ist die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen entscheidend. Dazu zählen passende Partner und immer mit dem Ziel, den grössten Mehrwert für den Kunden zu schaffen. Wer sich stetig weiterbildet, profitiert von weiteren Vorteilen im digitalen Business.

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