Wie baue ich einen Personalbrand auf – nicht nur auf LinkedIn

Was ist ein Personal Brand?

Personal Branding ist in aller Munde, doch viele wissen nicht, was genau sich dahinter verbirgt und ob das Konzept für sie persönlich erfolgsbringend wirken kann. Dabei ist das mit dem Personal Branding eigentlich ganz einfach: Es bezeichnet schlicht die Vermarktung von dir selbst als kompetenter und vertrauenswürdiger Experte. Dies geschieht durch die zielgerichtete und überzeugende Darstellung von deinem Wissen und dem Demonstrieren des Nutzens dieses Wissens für eine bestimmte Zielgruppe. Personal Branding ist daher keine kurzfristige Verkaufsstrategie, sondern eher ein langfristiger Vertrauensaufbau.

Mit einem Personal Branding bietest du interessierten Kunden und anderen Personen eine Darstellung von dir selbst, wer du bist, welches Problem du mit welchen Methoden lösen kannst und warum du dies tun willst.

Indem du dies kommunizierst, gibst du anderen Menschen die Chance, dich kennenzulernen und eine Beziehung ´zu dir aufzubauen. Im besten Falle sorgt dies für eine erfolgreiche Positionierung deiner eigenen Person als Marke.

 

Warum lohnt es sich, eine Personal Brand aufzubauen?

Der langfristige Nutzen eines starken Personal Brandings ist dabei nicht zu verkennen: Der erwähnte kontinuierliche und sorgfältige Aufbau einer Beziehung zwischen Experte und Kunde führt auch zu einem Vertrauensgewinn: Schliesslich kommt uns ein echter Mensch immer persönlicher vor als ein Unternehmen und Kunden haben das Gefühl, sie kennen den Menschen hinter dem Produkt. Wir werden also vertrauenswürdiger für unser Publikum. Die grosse Bedeutung des Influencer Marketing für das sogenannte Social Selling, also dem Aufbau von sozialen Beziehungen als Kern deiner Verkaufsstrategie, belegt das sehr anschaulich: Inzwischen setzen Unternehmen längst nicht mehr nur auf klassische Werbespots, sondern lassen lieber Influencer für ihr Produkt einstehen, weil deren Zielgruppe ihnen eben vertraut. Dieses Vertrauen ist das Ergebnis ihres Personal Brandings. Das Ganze wirkt also nicht wie Werbung, sondern wie eine persönliche Empfehlung.

Für diejenigen, die sich für den Aufbau einer Personal Brand entscheiden, gibt es klare Vorteile. Schliesslich tritt der klassische Lebenslauf immer stärker zurück und das Wissen in einem Bereich rückt immer weiter in den Vordergrund.

Wer also über ein gezieltes Personal Branding zum Meinungsführer werden kann, für den ist auch die Auftragslage immer gut.

 

5 Schritte zum Personal Branding

Doch wie bauen wir erfolgreich eine persönliche Marke auf? Da sich Experten nicht einmal über die genaue Definition von Personal Branding einig sind, gehen auch hier die Meinungen stark auseinander. Fünf Schritte können allerdings als essentiell angesehen werden.

 

1. Definiere, wer du bist – und wer du nicht bist

Am Anfang jedes Personal Brands steht die Definition deiner Marke – in dem Falle: du selbst. Setze dich genau damit auseinander, wer du bist, was dich auszeichnet und einzigartig macht, was deine Stärken sind und was du bieten kannst. Leg in diesem Schritt auch fest, wer du nicht bist: Was ist einfach nicht deine Art, was kannst oder möchtest du nicht leisten? Sei hier ehrlich zu dir selbst und höre tief in dich hinein. Denn: Damit deine persönliche Marke authentisch wirkt, sollte sie mit dir und deinem Charakter zu vereinbaren sein. Eine introvertierte Person sollte sich also nicht zum aggressiven Marktschreier hochstilisieren, nur weil viele erfolgreiche Verkäufer extrovertiert sind.

 

2. Werte finden: An was glaubst du?

Das Festlegen der eigenen Werte hat ebenfalls mit deiner Persönlichkeit zu tun. Diese Werte bestimmen später nicht nur über die Inhalte, die du kommunizierst, sondern auch darüber, wie du sie kommunizierst. Glaubst du etwa daran, dass man mit Humor am besten durchs Leben kommt? Oder ist Seriosität wichtiger? Bist du liebevoll und empathisch oder eher cool, faktengetrieben und auf den Punkt? Überleg dir auch hier wieder, wie du bist, an was du glaubst und wie du dein “Ich” der Welt präsentieren möchtest. Auch hier ist es wichtig, sich abzugrenzen: Natürlich wären wir gern lustig, empathisch, sachlich, professionell, aber: Wenn du versuchst, alles auf einmal zu sein, werden die Menschen da draussen kein klares Bild von dir erhalten. Es macht daher Sinn, dich für einige Werte zu entscheiden und andere klar auszuschliessen.

 

3. Positioniere deine Marke!

Wenn du dir sicher bist, wer du bist und wie du auftreten willst, geht es darum, deine persönliche Marke am Markt zu positionieren. Dafür musst du deine eigene, ganz persönliche Nische finden. Was bedeutet das? Stell dir die Frage, worin du Experte bist und womit du den grössten Nutzen bringen kann. Deine Nische sollte allerdings nicht nur darin bestehen, was am Markt gerade viel nachgefragt und wenig angeboten wird. Deine Nische sollte immer eine Verschmelzung deiner Fähigkeiten, deiner Leidenschaft und der Marktnachfrage sein. Findest du also die Schnittstelle zwischen dem, was du liebst, dem was du kannst, und dem, was sich verkauft, hast du sie gefunden: Deine Markenposition.

4. Wähle deine Kanäle!

Wenn du weisst, wie du kommunizieren möchtest, was du kommunizierst und wen du adressieren möchtest, fehlt eigentlich nur noch eins: die Auswahl der Kanäle, auf denen du deine persönliche Marke etablieren, also Personal Branding betreiben willst. Um dies zu definieren, solltest du erst einmal herausfinden, wo deine Zielgruppe unterwegs ist. Die meisten wählen für das Positionieren ihrer persönlichen Marke inzwischen LinkedIn, weil hier viele Business-Kontakte vertreten sind. Tatsächlich funktioniert Personal Branding im Business-Bereich jedoch nicht nur auf LinkedIn. In einigen Fällen sind ein eigener Blog oder andere Social Media-Kanäle wie Twitter, Instagram, Facebook oder Xing gut geeignet, um LinkedIn als deine hauptsächlich genutzte Kommunikationsplattform zu ergänzen oder zu ersetzen. Um die richtigen Kanäle zu finden, solltest du einerseits überprüfen, wo deine Zielgruppe unterwegs ist, und andererseits testen, mit welcher Plattform du dich am wohlsten fühlst bzw. wo du deine Inhalte am besten präsentieren und Social Selling betreiben kannst.

 

5. Gewinne Zuhörer und baue eine Community auf!

Egal, ob ein eigener Blog, YouTube, Instagram oder eine beliebige andere Plattform – der Algorithmus belohnt diejenigen, die sich erfolgreich Gehör bei der Nutzerschaft verschaffen können. Dazu ist es wichtig, das eigene Profil sorgfältig zu pflegen, gute professionelle Inhalte zu liefern und regelmässig mit relevanten Themen einen Mehrwert für Leser und Zuschauer zu generieren. Wer ausserdem intensiv mit seiner Community interagiert, etwa Fragen aufgreift und auf Kommentare antwortet, kriegt ebenfalls Pluspunkte. Wenn du hier fleissig und kontinuierlich aktiv bist, kannst du dir bald eine Community an Interessierten aufbauen, die nur auf den nächsten Post warten.

 

Fazit: Ein gutes Konzept und Kontinuität sind entscheidend

Sich ein gutes Personal Branding aufzubauen, ist also gar nicht so schwierig. Klar ist jedoch: Eine starke persönliche Marke entsteht nicht über Nacht. Ein gutes Konzept und ausreichend Kontinuität sind daher die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine tolle persönliche Marke, die auch auf den Geschäftserfolg einzahlt.

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