Die 7C des Social Networking Algorithmus

Wie sich das System der 7C zusammensetzt

Wir sind viel zu oft im Gedanken:

Welcher Hashtag ist denn wichtig? Wann ist der perfekte Zeitpunkt um etwas zu posten (egal auf welchem Netzwerk) oder wir versuchen es mit manchmal mehr oder weniger erfolgreichen Hacks wie Push-Gruppen, Menschen vertaggen oder banal: wir pushen den Beitrag mit Werbung.

Dass es aber Social Networking Algorithmus um weit mehr geht als um die perfekte Bilderserie, das ideale Video oder die Anzahl Hashtags, darum geht es beim Modell der #7C des #SocialNetworkingAlgorithmus.

Es geht heute mehr denn je um die konsequente und konsistente Umsetzung von unseren Mehrwerten im Rahmen der Wissensvermittlung – egal auf welchem Netzwerk:

  1. Company verbindet alle…
  2. Contacts, die sich umsehen nach…
  3. Content, der dazu führt,
  4. Conversations zu halten,
  5. um Consistently die…
  6. Community einzubinden und…
  7. …damit die Conversion zu steigern.

Dazu muss man beachten, dass Algorithmen nur dann wirklich greifen können, wenn wir die Grundlagen und Basisinformationen korrekt nutzen, pflegen und implementieren.

Die 7C des Social Networking Algorithmus
Die 7C des Social Networking Algorithmus

7C des Social Networking Algorithmus

Company

Es hilft dabei zu verstehen, dass das oberste Element die Company (Firma, Firmenseite) darstellt. Sie verbindet aktiv (aktuell angestellt) und passiv (Alumni) die Personen mit- und untereinander. Wer also weiss, wer mit wem zusammenarbeitet oder zusammengearbeitet hat, kann viel besser Informations- und Wissenscluster bilden.

Das bedeutet konkret: Alle Personen sollten an eine Firmenseite angeschlossen sein und im Profil die entsprechenden korrekten Firmenseiten integriert haben.

Contacts

Damit kommen wir nämlich schon zum zweiten C: Contacts. Damit ist einerseits das eigene Profil gemeint, andererseits jedoch auch die Dichte und Interkonnektivität im eigenen Netzwerk. Will heissen: Dense is beautiful.

Natürlich hilft ein grosses Netzwerk immer, aber wer nur viele Personen im Netzwerk hat, schafft vor allem thematische Aussenposten ohne Bezug zu Themen und Verbindungen untereinander.

Darum lieber stetig und immer mit Bezug – thematisch, örtlich oder firmentechnisch. Auch hier gilt es, die Hausaufgaben zu machen: Ein vollständiges Profil (LinkedIn zeigt einem das ja an), Empfehlungen (gegenseitig) und natürlich, das dritte C: Content.

Content & Consistency

Bevor wir hier aber auf den Content eingehen – analog dem bereits oben beschriebenen – lassen Sie mich zwei C vorwärts springen: Auf das Thema Consistency – dran bleiben. Denn hier unterscheidet sich die Sichtbarkeitsquote der User stark. Es gibt solche, die 10 – 20% Sichtbarkeit haben und solche, die 80% oder gar 120% Sichtbarkeit haben. Consistency heisst, dass man ein Thema nicht nur einmal, sondern regelmässig und über einen gewissen Zeitraum bearbeitet und bespielt. Mit Wissensbissen, Fragen, Interaktionen, Videos und Bildern – aber mehr als nur 3-4 Beiträge. Das ist grundsätzlich einfacher, wenn man nur 1 Thema bedient. Personen, die polithematisch unterwegs sind, können Abhilfe schaffen, indem sie eventuell jeweils ein Thema pro Monat oder Woche bespielen. Wie das Bespielen dann vor sich geht: Analog dem klassischen Ansatz “Mit Content die Conversation fördern”.

Hier trifft sich der klassische mit dem holistischen Ansatz, allerdings setzen wir einen längeren Hebel, wenn wir anstatt nur 2C die ganzen 7C berücksichtigen.

Conversation

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass z.B. auch Facebook-Seiten und Twitter-Accounts besser performen, wenn man nicht nur den Inhalt, sondern auch die Vernetzung, die vollständigen Profile und die Verbindungen innerhalb der Firma oder einer thematischen Gruppe hat? Und dass je öfter Sie posten, die Wahrscheinlichkeit der Conversation steigt? Vergessen wir nie: Algorithmen werden von Menschen programmiert, welche das gesellschaftliche Leben imitieren wollen. Deshalb funktionieren alle Netzwerke ähnlich (nicht gleich, aber ähnlich), wenn es um die Umsetzung von Grundlagen, Technik, Inhalten und Interaktionen geht. Denn was alle Netzwerke wollen, ist unsere Aufmerksamkeit. Wer mehr Minuten auf LinkedIn verbringt, ist nicht auf Xing. Wer auf Facebook unterwegs ist, schneidet sich Zeit ab für Instagram und umgekehrt. Und wo ist man gerne unterwegs? Dort wo man unter gleichgesinnten Menschen ist, i der Community – das sechste C.

Community

Mit Community meine ich, die Gruppe von verschieden engagierten Personen, welche in unterschiedlichen Intensitäten mit uns interagieren. Da gibt es den «engen Kreis» von Menschen, die wir oft ansprechen, liken, kommentieren und einbeziehen. Es gibt auch die «Häufiger Kontakt»-Gruppe, welche wir zwar liken und ab und an etwas kommentieren, aber eher auf einer «Ich folge Dir und Du folgst mir und es ist ok so»-Ebene. Und schliesslich gibt es den «Bekanntenkreis», sprich den ganzen Rest.

Vermutlich ginge auch eine feinmaschigere Abstufung, aber bleiben wir pragmatisch mit Freunden, Kollegen und Bekannten.

Das attraktive und herausfordernde zugleich bei den 3 Stufen ist: Wer zu zur Gruppe “Häufiger Kontakt” gehört, kann es in den engeren Kreis schaffen. Die Bekannten wiederum können zur Gruppe “Häufiger Kontakt” migrieren und auch innerhalb des engsten Kreises kann man feinjustieren.

Conversion

Wichtig ist nur: Schritte 1 bis 6 müssen immer wieder repetiert werden, denn Schritt 7 ist die Inbound Conversion von Digital Selling. Es wird nicht direkt verkauft, man wird angefragt, man wird empfohlen, man wird erwähnt. In absteigender Reihenfolge. Wer hier einen Quick-Win sucht, sucht leider vergebens. Man kann es jedoch zu fördern versuchen, indem man sich selbst fragt, wen man erwähnen, empfehlen oder anfragen würde zu einem bestimmten Thema und dies dann auch tut. Es braucht jedoch immer Zeit und Durchhaltewillen.

Es ist vermutlich zielführender und besser, von einem holistischen, 7-stufigen System zu sprechen als von einer einfachen «Was ist guter Content»-Regel.

Natürlich, guter Content konvertiert, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad und bei diesem sind Sie wohl gerade angekommen, wenn Sie diesen Artikel lesen.

Wenn wir alle 7 Schritte regelmässig und konsequent ausführen und beachten, schaffen wir es, in der doch komplexen Algorithmus-Welt, die richtigen Parameter zu setzen. Wir haben jeden Tag zahlreiche Möglichkeiten.

Im Video erkläre ich mein Modell der 7C und was dahinter steckt, nicht nur auf #LinkedIn und warum wir dran bleiben müssen und warum es manchmal notwendig ist, dass wir ins kalte Wasser springen solange uns die Luft nicht ausgeht.

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